Schweizer Unternehmen stellen ein

18. Oktober 2012

Administrative Hiring Index von OfficeTeam: Schweizer HR-Verantwortliche fürchten Verlust von Fachkräften

Zürich - Gute Aussichten für Bewerber aus dem Büro- und Assistenzmanagement: 40 Prozent der Schweizer Unternehmen wollen in diesem Bereich noch 2012 neue Mitarbeiter einstellen – ein Anstieg um 28 Prozent gegenüber den Prognosen für das erste Halbjahr. Entsprechend stark umworben sind gute Fachkräfte.

Dies sind zentrale Ergebnisse des Administrative Hiring Index des spezialisierten Personaldienstleisters OfficeTeam, einem Geschäftsbereich von Robert Half, für den weltweit über 1.700 Personalmanager befragt wurden.

Schweizer Unternehmen haben im zweiten Halbjahr 2012 gut zu tun: 45 Prozent der HR-Manager, die einstellen wollen, geben als Hauptgrund die gestiegene Arbeitsbelastung an. Am häufigsten gesucht werden Mitarbeiter für das Office Management (36 Prozent), gefolgt von Verwaltungsfachkräften (22 Prozent) und persönlichen Assistenten (20 Prozent).

Unternehmen fürchten Abwerbung durch den Wettbewerb

Durch den starken Anstieg der einstellungswilligen Unternehmen hat sich auch der Wettbewerb um Fachkräfte verschärft. „Kandidaten sind in der Schweiz überdurchschnittlich gut ausgebildet und erfahren. Entsprechend rasch finden sie eine neue Anstellung und sind nicht mehr auf dem Markt“, weiss Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany bei Robert Half.

Aufgrund des Mangels an frei verfügbaren Bewerbern schauen sich Unternehmen verstärkt bei der Konkurrenz um. Jeder zweite Personalmanager befürchtet mittlerweile, dass seine Mitarbeiter von anderen abgeworben werden könnten. Im ersten Halbjahr 2012 traf dies nur auf zwei Drittel der Befragten zu.

„Um einem Verlust vorzubeugen, raten wir Unternehmen, in Massnahmen zur langfristigen Bindung von Fachkräften zu investieren“, so Hennige. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass eine Gehaltserhöhung die Bindung eines Mitarbeiters an das Unternehmen nur kurzfristig verbessert. Wesentlich effektiver ist es, regelmässige Weiterbildungen oder Zusatzangebote wie flexible Arbeitszeiten oder Teamevents anzubieten.“