Konfliktzone Kaffeeküche

25. August 2010

Kollegen schätzen Ordnung

Zürich, 25. August 2010. Schmutziges Geschirr in der Spüle, intensive Gerüche in der Luft und verdorbene Lebensmittel im Kühlschrank – in der Büroküche kann so einiges zu Konflikten führen. Doch Streitpunkt Nummer eins ist die von anderen hinterlassene Unordnung. Das ist das Ergebnis einer Studie von OfficeTeam, die in den USA unter 432 Büroangestellten durchgeführt wurde.

Manch ein Kollege scheint in der Büroküche die gute Kinderstube zu vergessen. Denn gerade die dort herrschende Achtlosigkeit birgt Streitpotenzial unter den Mitarbeitern. Laut einer Studie von OfficeTeam stört es 44 Prozent der Befragten am meisten, wenn andere nach Benutzen der Küche ihre Unordnung nicht beseitigen. Auch in der Pause an die Karriere denken Doch auch wer das mitgebrachte Mittagessen der Kollegen verspeist, macht sich bei knapp jedem fünften Befragten (19 Prozent) unbeliebt. Fast ebenso viele (18 Prozent) ärgern sich darüber, wenn abgelaufene Lebensmittel im Kühlschrank verderben. Weitere fünf Prozent fühlen sich von geruchsintensivem Essen gestört.

Viele Arbeitnehmer sind im Pausenraum etwas achtlos und manch einer ist sogar der Ansicht, aufräumen und spülen wären Aufgaben der Team-Assistenz“, sagt Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei OfficeTeam, einem Geschäftsbereich von Robert Half. „Doch das ist ein Irrtum. Jeder Mitarbeiter sollte sich für den Zustand der Küche verantwortlich fühlen. Wer das nicht tut, hinterlässt keinen guten Eindruck, sondern wirft die Frage auf, ob er mit den jobrelevanten Aufgaben genauso nachlässig umgeht. Die gemeinsam genutzten Räume ordentlich zu hinterlassen zeugt daher nicht nur von Respekt gegenüber seinen Kollegen, sondern ist auch in beruflicher Hinsicht ratsam.

Sechs Tipps für eine gute Stimmung in der Büroküche:

  • Keinen Schmutz hinterlassen: Wenn gebröselt oder etwas verschüttet wurde, sollte es gleich weg gewischt werden. So bleibt die Küche auch ohne grossen Aufwand sauber und appetitlich.
  • Aufmerksam sein: Wer gemeinsam genutzte Produkte aufbraucht,sollte sie gleich nachfüllen. Denn über die letzten Krümel in der Kaffeedose freut sich niemand.
  • Lüften: Kollegen sollten möglichst mit stark riechendem Essen verschont werden. Denn andere empfinden den Geruch von Gorgonzola-Sauce oder Knoblauch vielleicht als störend. Aber auch bei weniger geruchsintensiven Gerichten sollte nach dem Essen gut gelüftet werden.
  • Gut verpacken: Lebensmittel mit intensivem Geruch sollten für den Kühlschrank möglichst luftdicht verpackt werden. Sonst schlägt jedem beim Öffnen der Kühlschranktür eine unangenehme Duftmischung entgegen – und andere Lebensmittel im Kühlschrank leiden darunter.
  • Auf Nummer sicher gehen: Lebensmittel, die in der Büroküche deponiert werden, sollten mit Name und Datum beschriftet werden. Denn gekennzeichnete Dinge verschwinden nicht so schnell, wie etwas, das „niemandem“ gehört.
  • Timing ist alles: Das Datum auf der Beschriftung zeigt, wann das Essen in den Mülleimer umziehen kann. Ein Becher Frischkäse, der seit Wochen geöffnet im Kühlschrank steht, wird ganz sicher nicht mehr verzehrt werden.