Studie: Freizeit ist mehr wert

09. März 2010

Schweizer Finanzexperten ziehen eine gute Work-Life-Balance einem höheren Gehalt zunehmend vor

Zürich, 9. März 2010. Geld allein macht auch nicht glücklich. Diese Ansicht teilen immer mehr Fachkräfte im Finanz- und Rechnungs­wesen, denen das Gleichgewicht zwischen Beruf und Freizeit wichtiger ist, als ein hoher Verdienst. Dies ist ein Ergebnis der neuen Studie Workplace Survey 2009, für die der spezialisierte Personal­dienstleister Robert Half über 6.000 Personal- und Finanzmanager in 20 Ländern befragt hat. Die Workplace Survey wird jährlich durch­geführt und informiert über Trends auf dem Arbeitsmarkt für das Finanz- und Rechnungswesen.

Freizeit hat einen hohen Stellenwert für die Schweizer Finanzexperten – und das mit steigender Tendenz. Aktuell stimmten 21 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass sie eher als im Vorjahr finanzielle Einbussen in Kauf nehmen würden, um im Gegenzug mehr Freizeit zu erhalten. Damit stehen die Schweizer im Gegensatz etwa zu ihren deutschen Kollegen, von denen nur elf Prozent ihre Ansicht zugunsten von weniger Arbeit für weniger Geld geändert haben. Die grosse Mehrheit der eidgenössischen Finanzmanager ist ihrer Meinung im Vergleich zu 2008 jedoch treu geblieben (61 Prozent) und knapp ein Fünftel bevorzugt dieses Jahr erstmals ein höheres Gehalt an Stelle von mehr freier Zeit (19 Prozent).

In der Workplace Survey 2008 waren die Schweizer Finanzmanager schon einmal nach ihrer Präferenz bezüglich ihrer Work-Life-Balance befragt worden. Damals waren 46 Prozent von ihnen bereit, für eine geringere Arbeitsbelastung auf Teile ihres Gehalts zu verzichten. 

Wir beobachten schon seit längerem, dass sich die Prioritäten vieler Fachkräfte verschieben und der Beruf nicht mehr allein an oberster Stelle steht“, erläutert Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half International, die Ergebnisse der Studie. „Auch in den Unternehmen ist die Erkenntnis gewachsen, dass nicht immer der Mitarbeiter mit den längsten Anwesenheitszeiten auch der produktivste ist. Vielmehr sind oft die Fachkräfte am kreativsten und effizientesten, die neben ihrem Beruf auch ein ausgefülltes Privatleben haben.