Personalmangel ist Hauptgrund für Stress im Büro

11. November 2014

Fünf Tipps: Jobstress vermeiden – besonders in der Vorweihnachtszeit

Zürich, 11. November 2014 – Gerade zum Jahresende gehören in vielen Unternehmen Projektabschlüsse zum Alltag. Die Arbeitsbelastung wächst und damit der Stress bei den Mitarbeitenden. Laut einer von OfficeTeam, einem Geschäftsbereich von Robert Half, in Auftrag gegebenen Studie sehen fast zwei Drittel der Personalmanager in der Schweiz (63 %) die personelle Unterbesetzung vieler Abteilungen als Hauptgrund für gestresste Mitarbeitende.

Für die Arbeitsmarktstudie hat der spezialisierte Personaldienstleister für Fachkräfte im Büro- und Assistenzmanagement 100 HR-Manager in der Schweiz befragt. Auf Platz zwei der grössten Stressauslöser steht eine erhöhte Arbeitsbelastung: Über die Hälfte der Befragten (55 %) betrachtet demnach Überstunden und Mehrarbeit als Ursache.

Doch auch zwischenmenschliche Aspekte spielen in diesem Zusammenhang eine grosse Rolle: Für 47 % der HR-Manager ist der unangemessene Druck vom Management einer der Hauptgründe für Stress, fast ein Drittel (31 %) zählt unangenehme Kollegen und Büroklatsch zu den wichtigsten Stressfaktoren. Viele Angestellte tun sich darüber hinaus schwer, ausserhalb der Arbeitszeiten abzuschalten: Rund ein Viertel (24 %) der Schweizer HR-Manager beobachtet, dass dies ein Grund für Stress bei ihren Mitarbeitern ist.

OfficeTeam hat 100 HR-Manager in der Schweiz gefragt: Welche der folgenden Faktoren sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei Auslöser für Stress bei Ihren Mitarbeitern?

Zu wenig Personal 63 %
Mehrarbeit/Überstunden 55 %
Unangemessener Druck vom Management 47 %
Unzufriedenheit mit der Arbeit/Stelle 42 %
Zusätzliche Verantwortung 37 %
Unmöglichkeit, ausserhalb der Arbeitszeiten abzuschalten 24 %
Andere Gründe  1 %

Quelle: OfficeTeam, Arbeitsmarktstudie 2014, Befragte: 100 HR-Manager; max. drei Antwortmöglichkeiten

„Ein Gespräch mit dem Vorgesetzten kann helfen, wenn die Arbeitsbelastung zu hoch wird. Dabei sollten die wichtigsten Aufgaben definiert werden, die dringend noch bis zum Jahresende erledigt werden müssen“, sagt Yeng Chow, Manager bei Robert Half. „Einen grossen Beitrag zu weniger Stress am Arbeitsplatz können die Unternehmen selbst leisten. Sie sollten gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden langfristige Konzepte entwickeln, die es ermöglichen, auch in besonders stressigen Zeiten das Arbeitspensum möglichst auf die reguläre Arbeitszeit zu begrenzen. Kurzfristig können beispielsweise temporäre Mitarbeitende unterstützen.“

Fünf Tipps von Yeng Chow, Manager bei Robert Half, zur Stressbewältigung

  • Aufgaben planen: Prioritäten helfen Ihnen beim Erstellen einer To-Do-Liste. Sicher gibt es auch unter Ihren Kernaufgaben welche, die weniger wichtig sind. To-Do-Listen eignen sich für den konkreten Tag, die Arbeitswoche, aber auch für einen ganzen Monat. Verplanen Sie vorab aber nicht Ihre gesamte Zeit, denn Unvorhergesehenes kommt bestimmt.
  • Nein sagen: Das Neinsagen fällt vielen schwer, aber es rettet Ihre Work-Life-Balance und hilft dabei, sich auf die wichtigen Aufgaben zu fokussieren. Probieren Sie das Neinsagen aus, wenn Kollegen Sie mal wieder kurz vor Feierabend um einen Gefallen bitten. Ihre eigenen Aufgaben gehen in jedem Fall vor.
  • Smartphone ausschalten: Sie müssen nicht rund um die Uhr erreichbar sein. Schalten Sie zum Feierabend Ihr Smartphone aus. So können Sie besser abschalten, sich in aller Ruhe Ihren Freizeitaktivitäten widmen und vom Arbeitstag entspannen.
  • Nicht an jedem Meeting teilnehmen: Meetings, die nichts mit Ihren Kernaufgaben zu tun haben, rauben Ihnen wertvolle Zeit – nicht nur, während Sie da sitzen, sondern auch bei der Nachbereitung. Schauen Sie sich die Agenda des Meetings genau an. Entscheiden Sie dann, ob Sie etwas zu dem Thema beitragen können oder ob es reicht, wenn ein Kollege Sie im Anschluss informiert.
  • Auf Smalltalk verzichten: Minimieren Sie an besonders stressigen Tagen den Smalltalk mit Kollegen. Auch wenn Sie sich sonst gern mal mit Kollegen austauschen, geben Sie deutlich zu verstehen, dass Sie gerade überhaupt keine Nerven für einen Plausch haben.