Mitarbeitende schnell wieder im Arbeitsalltag

07. August 2012

Studie: Schweizer Unternehmen nutzen häufig Temporär­mitarbeiter als Urlaubsvertretung

Zürich – Unzählige E-Mails im Posteingang, Projektfortschritte oder neue Aufgaben – die Arbeitswelt steht nicht still, wenn Mitarbeitende in den Urlaub gehen. Während der Abwesenheit übernehmen viele Vorgesetzte in der Schweiz selbst die anfallenden Aufgaben.

Oftmals kommen auch Temporärmitarbeiter als Vertretung zum Einsatz. Nach der Rückkehr ins Büro ist jedoch jeder dritte Mitarbeitende bereits am selben Tag wieder eingearbeitet. Dies ergab die Studie Workplace Survey des spezialisierten Personaldienstleisters OfficeTeam, einem Geschäftsbereich von Robert Half.

Teamchefs können ihre Mitarbeitenden beruhigt in den Urlaub schicken, denn 38 Prozent finden bereits am ersten Tag wieder zu ihrem normalen Arbeitsrhythmus zurück. Ein bis zwei Tage nach der Rückkehr haben sich weitere 54 Prozent wieder eingearbeitet.

Oft übernehmen Vorgesetzte die anfallende Arbeit

Wer macht die Arbeit, wenn ein Mitarbeitender in Urlaub geht? Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Schweizer Chefs kümmert sich persönlich um die Erledigung der To Dos. Anders in Deutschland: Hier werden die anfallenden Aufgaben überwiegend auf die Kollegen übertragen (69 Prozent).

Temporärmitarbeiter gleichen urlaubsbedingte Engpässe aus

Auch der Einsatz von Temporärmitarbeitern ist in der Schweiz eine gängige Alternative: 50 Prozent der Unternehmen greifen auf Lösungen auf Zeit zurück, um Engpässe während Urlaubssaison zu vermeiden. Die Möglichkeit, das Team durch externe Mitarbeitende zu unterstützen, nutzen in Deutschland lediglich sieben Prozent der befragten Unternehmen.

In beiden Fällen, egal ob Kollege oder externe Vertretung, gilt jedoch: „Für eine effektive Urlaubsvertretung ist es wichtig, frühzeitig über laufende Projekte zu informieren und eine gute Übergabe zu machen. Die Vertretung kann nur dann wirkungsvoll eingesetzt werden und anfallende Aufgaben erledigen, wenn sie über alles genauestens unterrichtet wurde“, so Sven Hennige, Managing Director bei Robert Half.

Tipps, um die Urlaubsentspannung im Alltag zu erhalten

  • Von einer Reise nicht erst einen Tag vor Arbeitsbeginn wiederkommen. Besser ist es, noch ein bis zwei Tage frei zu haben, um den Urlaub in Ruhe ausklingen zu lassen.
  • In den ersten Tagen zuhause genauso weitermachen, wie der Urlaub aufgehört hat: Mit langen Spaziergängen, Sightseeing oder entspanntem Essengehen.
  • Vor dem Urlaub eine Liste mit den Aufgaben erstellen, die nach der Rückkehr ins Büro als erstes anstehen. So hat man bereits am ersten Tag wieder den vollen Überblick.