Kommunikation 2.0

09. September 2010

Studie: Soziale Netzwerke vor allem bei der Zusammenarbeit hilfreich

Zürich, 9. September 2010. Beim Teamwork setzen Unternehmen zunehmend auf soziale Netzwerke. Damit sind Österreicher und Schweizer Trendsetter bei der Nutzung digitaler Kontaktbörsen als Kommunikationsmittel. Dies ist ein Ergebnis der Studie Workplace Survey 2010, für die der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half über 3.000 Personal- und Finanzmanager in 13 Ländern befragt hat. Die Workplace Survey wird drei Mal jährlich zu Trends auf dem Arbeitsmarkt durchgeführt.

Twitter und Facebook statt E-Mail und Telefonhörer: Viele Unternehmen sehen den zukünftig grössten Einfluss von Online-Netzwerken in der Kommunikation und Zusammenarbeit ihrer Mitarbeiter. Etwa ein Drittel der Finanz- und Personalmanager rechnet mit einer digitalen Zukunft des Teamworks. Damit messen die Österreicher und Schweizer den Kommunikationsmöglichkeiten von sozialen Netzwerken eine grössere Bedeutung bei als ihre internationalen Kollegen. So fördern sie nicht nur den Austausch unter den Mitarbeitern sondern stärken durch das Nutzen der innovativen Kommunikationskanäle auch die Arbeitgebermarke. Weltweit glaubt nur gut ein Fünftel an einen zukünftig stärkeren Austausch über Social Media-Seiten.

Wer online sucht, wird fündig

Einen weiteren Topplatz im Ranking der Einflussfaktoren von Social Media nimmt das Anwerben neuer Mitarbeiter ein. Über ein Viertel der Schweizer und knapp ein Fünftel der österreichischen Experten gehen davon aus, bei der Suche nach personeller Unterstützung zukünftig vor allem online fündig zu werden. Werden Fach- und Führungskräfte heute über Social-Media-Seiten angesprochen, reagiert die grosse Mehrheit unter ihnen jedoch noch neutral bis uninteressiert – nur gut ein Drittel der Betroffenen fühlt sich geschmeichelt.

Informationsquelle Social Media

Neben der Ansprache potenzieller Mitarbeiter erwartet knapp jedes fünfte österreichische und jedes vierte Schweizer Unternehmen, dass soziale Netzwerke auch verstärkt zum Überprüfen von Bewerbern genutzt werden. Dabei verrät ihnen der digitale Footprint eines Kandidaten häufig mehr, als dieser in seinem Lebenslauf von sich preisgegeben hat. Somit kann durch eine kurze Online-Recherche der Gesamteindruck eines Bewerbers komplettiert werden.

Schweizer und österreichische Unternehmen haben das Potenzial sozialer Netzwerke bereits gut erkannt“, konstatiert Sven Hennige, Managing Director Central Europe von Robert Half International. „Doch ist das Web 2.0 keine Einbahnstrasse, die nur Firmen zur Zusammenarbeit oder zum Ansprechen und Beurteilen von Kandidaten nutzen. Vielmehr schauen sich auch Kandidaten die Webseiten möglicher Arbeitgeber genau an. Daher ist es wichtig, dass Unternehmen online up-to-date bleiben, wodurch auch ihre Arbeitgebermarke gestärkt wird.