Employer Branding setzt sich durch

20. Oktober 2010

Studie: Zufriedene Mitarbeiter entscheidend für den guten Ruf als Arbeitgeber

Zürich, 20. Oktober 2010. Schweizer Firmen kümmern sich verstärkt um ihr Image als Arbeitgeber: Deutlich mehr Unternehmen als noch vor drei Jahren investieren mittlerweile in den Wettbewerb um die besten Talente und besitzen eine Employer-Branding-Strategie. Grundlage für einen guten Ruf auf dem Arbeitsmarkt ist vor allem eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit. Dies sind Ergebnisse der Studie Workplace Survey 2010, für die der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half über 2.800 Personal- und Finanzmanager in 13 Ländern befragt hat.

Die Wertschätzung Schweizer Unternehmen für ihre Mitarbeiter steigt stetig – knapp die Hälfte der Firmen bemüht sich verstärkt um ihr Renommee bei potenziellen Mitarbeitern. Gut jedes zehnte Unternehmen plant zudem, in den kommenden zwei Jahren eine Employer-Branding-Strategie einzuführen. Damit ist die Zahl der Betriebe, die sich aktiv um die Gunst der Arbeitnehmer bemühen, im Vergleich zu 2007 um 10 Prozent gestiegen.

Starke Arbeitgebermarke mit positiven Nebenwirkungen

Ist die Arbeitgebermarke erfolgreich positioniert, macht sich dies nicht nur bei der Anziehungskraft auf Mitarbeiter bemerkbar. Vielmehr sieht ein gutes Drittel der Finanz- und Personalexperten auch eine Ausstrahlung auf die Reputation in der Branche. Doch auch bei der Jobzufriedenheit (23 Prozent) und der Unternehmenskultur (20 Prozent) lassen sich die Auswirkungen eines starken Employer Brand erkennen. 

Stellschrauben für ein positives Image 

Basis einer gelungenen Imagepflege sind vor allem zufriedene Mitarbeiter. Über die Hälfte der Unternehmen setzt daher auf regelmässige Weiterbildungen, wettbewerbsfähige Gehälter und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Auf dem zweiten Platz der Kriterien für eine positive Unternehmenskultur steht für fast jeden zweiten Finanz- und Personalmanager eine umfassende interne Kommunikation, die sich klar und konsistent durch das ganze Unternehmen zieht. 

An dritter Position steht schliesslich eine klare Strategie für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Gut ein Drittel der Befragten sieht ein prägnantes Mission Statement sowie eindeutig definierte Unternehmensziele als wesentlich für den Aufbau einer positiven Arbeitgebermarke an.

Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital eines Unternehmens – und als solches sollten sie auch behandelt werden. Ein Grossteil der Schweizer Manager hat dies bereits erkannt, weshalb die Schweiz europaweit auf dem dritten Platz der Firmen liegt, die sich um ihr Renommee als Arbeitgeber bemühen“, erläutert Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half International. „Allerdings ist der Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke eine langwierige Aufgabe, die zudem nicht ausschliesslich in den Händen der Unternehmen liegt. Vielmehr gewinnen ehemalige und aktuelle Mitarbeiter über soziale Netzwerke einen immer grösseren Einfluss auf die Wahrnehmung einer Firma in der Öffentlichkeit – ein Grund mehr, sich für zufriedene Angestellte zu engagieren.