Buchhalter und Controller: Parlez-vous français?

22. Oktober 2012

Financial Hiring Index von Robert Half Finance & Accounting: Jedes dritte Schweizer Unternehmen möchte im Finanz- und Rechnungswesen einstellen

Zürich - Eidgenössische Finanz- und Rechnungswesenprofis haben aktuell sehr gute Jobchancen. Mehr als ein Drittel der Schweizer Unternehmen plant bis Ende des Jahres neue Mitarbeiter im Finanz- und Rechnungswesen einzustellen. Dies zeigt der aktuelle Financial Hiring Index, für den der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half über 2.100 CFOs weltweit befragt hat.

Allerdings werden offene Positionen häufig nicht besetzt, weil Kandidaten zwar fachlich und persönlich passen, aber nur ungenügende Sprachkenntnisse in Französisch oder Italienisch mitbringen.

Die Zahl ist alarmierend: 85 Prozent der Schweizer Unternehmen, die im Finanz- und Rechnungswesen Personal einstellen wollen, haben Schwierigkeiten, Fachkräfte mit passenden Qualifikationen zu finden. Das entspricht einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2012.

Laut den Personalexperten von Robert Half gibt es zwar viele Bewerber auf dem Markt. Allerdings genügen sie oftmals nicht den Ansprüchen der CFOs nach sehr guten Sprachkenntnissen. 

„Viele Bewerber sprechen hervorragend Englisch, haben aber in Französisch oder Italienisch oft nur Basiskenntnisse. Dies ist häufig der Grund für eine Absage auf Unternehmensseite“, so Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany bei Robert Half. „Aufgrund des aktuellen Fachkräftemangels raten wir Unternehmen daher, Bewerber mit mangelnden Sprachkenntnissen, aber sehr guten fachlichen Qualifikationen nicht von vornherein abzulehnen. Vielmehr können diese Kandidaten durch Sprachkurse oder einem Auslandeinsatz schnell fit gemacht werden.“

Immer mehr CFOs befürchten Abwanderung der Top-Fachkräfte

In Folge des Mangels an geeigneten Bewerbern befürchtet über die Hälfte (55 Prozent) der befragten Finanzmanager ausserdem die Abwerbung des eigenen Personals durch den Wettbewerb. Sorgten sich im ersten Halbjahr lediglich 24 Prozent um den Verlust guter Mitarbeiter, sind es aktuell mehr als doppelt so viele.

Sven Hennige kennt die Problematik: „Um Fluktuation vorzubeugen, sollten Unternehmen verstärkt in die Bindung ihrer Mitarbeiter investieren und individuelle Pakete schnüren. Während ein Teil des Teams wegen hervorragender interner Aufstiegschancen seinem Arbeitgeber lange treu bleibt, legen andere grossen Wert auf flexible Arbeitszeiten oder Home Office.“