Bewerbung: Klassischer Lebenslauf oder Online-Profil?

20. September 2011

Ein aussagekräftiges Profil auf Xing & Co unterstützt die Karriere

Zürich, 20. September 2011. Professionelle Bewerbungsunterlagen sind nach wie vor das A und O bei der Stellen­suche. Darin darf der klassische Lebenslauf nicht fehlen. Doch heutzutage recherchieren viele Personalverantwortliche, ob sie weitere Angaben über den potenziellen Kandidaten im Internet finden. Deshalb ist ein aussagekräftiges Profil im Social Web für eine erfolgreiche Jobsuche unentbehrlich.

Dies macht auch eine Umfrage von OfficeTeam, einem spezialisierten Personaldienstleister für qualifizierte Fach- und Führungskräfte im Büro- und Assistenzmanagement, in den USA deutlich. Von den 500 befragten Personalmanagern glaubt mehr als ein Drittel, dass Online-Profile den klassischen Lebenslauf ersetzen werden.

Social Media bietet mehr

Während im Lebenslauf nur die für die Bewerbung wichtigsten Stationen aufgeführt werden, bietet das Online-Profil die Möglichkeit, Qualifikationen und Berufserfahrungen, Sprachkenntnisse oder Auslandserfahrungen noch einmal genau zu beschreiben. Auch Hobbys und Interessen, über die sich der Bewerber auf seinem Profil mit anderen austauscht, geben einen Gesamteindruck wieder.

Tradition und Moderne

„Der klassische Lebenslauf wird auch zukünftig ein wichtiger Teil der Bewerbung sein“, sagt Sven Hennige, Managing Director bei OfficeTeam, einem Geschäftsbereich von Robert Half. „Ein guter Auftritt in sozialen Netzwerken bietet nicht nur Personalverantwortlichen die Möglichkeit, sich im Vorfeld einen Gesamteindruck von dem Kandidaten zu machen. Auch der Bewerber selbst hat über sein Online-Profil die Chance, einen professionellen Eindruck zu hinterlassen.

Tipps für ein professionelles Online-Profil:

  • Erster Eindruck: Das Foto eines Bewerbers gibt Personalverantwortlichen eine erste Vorstellung von der Person, die sich bewirbt. Deshalb sollte dieses professionell gestaltet und aktuell sein. Urlaubsbilder oder andere private Aufnahmen gehören nicht in ein Online-Profil, das öffentlich zugänglich ist.
  • Aktualität: Wichtig ist, sich regelmässig Zeit für das eigene Profil zu nehmen und es ständig auf den aktuellen Stand zu bringen. In die Erstellung eines Profils im Internet muss der Jobinteressent genauso viel Arbeit investieren wie in den klassischen Lebenslauf.
  • Eigenwerbung: Referenzen sind in englischsprachigen Ländern schon weitverbreitet. Einige Internetplattformen, wie Xing und LinkedIn, bieten die Möglichkeit, Empfehlungen von anderen auf der eigenen Seite zu veröffentlichen. Auch Beiträge in Fachforen können hilfreich sein. Verlinkt auf das eigene Profil machen sie deutlich, dass der Kandidat Experte auf seinem Gebiet ist.
  • Suchbegriffe: Bewerber, die im Internet von Unternehmen gefunden werden möchten, sollten ihr Profil mit aussagekräftigen Schlagwörtern versehen. Dazu gehören die Branche und Arbeitsfelder, in denen der Jobsuchende Erfahrungen gesammelt hat.
  • Persönliche Kommentare: Bewerber müssen darauf achten, welchen Gruppen sie online angehören, welche privaten Beiträge sie in Diskussionsforen veröffentlichen und welche Meinungen sie darin vertreten. Hier ist es ratsam, seine Einstellungen so anzupassen, dass nur Freunde den Inhalt lesen können.