Be social! So nutzen Sie Ihr Xing-Profil, Facebook & Co als Bewerbungsplattform

Der Blick in die Kugel bleibt Bewerbern und Personalverantwortlichen spätestens seit der Erfindung von sozialen Netzwerken erspart. Heute flimmern die spannenden Kandidaten und potenziellen Arbeitgeber via Xing-Profile, Facebook & Co in Sekundenschnelle über den Bildschirm. Wie Sie sich online profilieren und so die Erfolg versprechenden Klicks anziehen, lesen Sie hier.

Gefunden werden – die effizienteste Art der Jobsuche

Stellensuchende hüpfen gewöhnlich täglich von einem Stellenportal zum nächsten und durchstöbern die aktuellen Stellenanzeigen. –  immer in der Hoffnung, den einen wahren Job zu finden. Für diese emsigen Bewerber haben wir gute Nachrichten: Unternehmen rekrutieren ihre Wunschkandidaten auch auf anderen Wegen. Rund drei Prozent aller Anstellungen gehen aus Social-Media-Kanälen hervor. Das weiss das Jobportal monster.de seit der Umfrage „Recruiting Trends 2013“. Ein Teil dieser „Social-Media“-Anstellungen stammt aus der aktiven Suche der Personalverantwortlichen, dem „Recruiting“. Der Vorteil für die Kandidaten: Statt zu suchen, werden sie über soziale Netzwerke gefunden.
Lassen Sie sich mühelos finden, indem Sie ein aussagekräftiges LinkedIn- oder Xing-Profil erstellen. Fast 12 Prozent der 1000 befragten Unternehmen gehen häufig oder sehr häufig im Netzwerk Xing auf Bewerbersuche. Laut der „Workplace Survey“ von Robert Half nutzen sogar ein Drittel der befragten Personalentscheider die Online-Profile in sozialen Netzwerken, um mit potenziellen Kandidaten in Kontakt zu kommen.

Ihr Xing-Profil eilt Ihnen voraus

Pflegen Sie Ihr Xing-Profil gewissenhaft. Listen Sie Zusatzqualifikationen auf, nennen Sie Ihnen vertraute Software beim Namen und tragen Sie Erfolge ein. Wie in der Bewerbung gilt auch im Internet: Schreibfehler killen Karrieren. Gehen Sie auf Nummer sicher und lassen Sie einen Bekannten gegenlesen. Vier Augen übersehen gewiss keinen Fehler.
Lassen Sie andere bereits für sich sprechen? In Ihrem Profil bei LinkedIn können andere Mitglieder Sie weiterempfehlen. Nutzen Sie diese Testimonials – aber prüfen Sie auch, wer als Ihr Fürsprecher auftritt und wie relevant die Empfehlung ist. Das Lob eines ehemaligen Vorgesetzten für ein konkretes Projekt ist ein guter Anfang.
Und was offenbart Ihre Kontaktliste einem potenziellen Arbeitgeber? Stammen Ihre Kontakte allesamt aus demselben Unternehmen, oder netzwerken Sie mit firmenfremden Mitarbeitern in vergleichbaren Positionen? Besteht Ihre Kontaktliste tatsächlich aus beruflichen Partnern, oder nutzen Sie das Profil, um möglichst viele – aber leider irrelevante – Beziehungen zu knüpfen? Viele qualifizierte Kontakte wirken wie ein Sprachrohr: Sie verschaffen Ihnen eine grössere Reichweite.

Professionelles Networking: am Netz werkeln, ohne sich zu verstricken

Zahlreiche Unternehmen nutzen aktiv soziale Netzwerke, um offene Stellen zu präsentieren. Abonnieren Sie den Nachrichtenfeed im Unternehmensprofil – so flattern Ihnen neue Angebote kostenfrei ins Haus. Sie liebäugeln mit einer konkreten Stelle? Besuchen Sie das Xing-Profil des Ansprechpartners und hinterlegen Sie dort eine freundliche Nachricht. Fragen Sie an, welche Qualifikationen besonders wichtig sind oder ob es eine Schwerpunkttätigkeit gibt. Das kann Ihre Chancen deutlich erhöhen, sich von Mitbewerbern abzuheben und spezifischer wahrgenommen zu werden. Aber dürfen Sie den zuständigen Personaler auch als neuen Kontakt einladen um Ihr soziales Netzwerk zu erweitern? Durchaus! Aber bleiben Sie zurückhaltend, wenn er nicht antwortet oder den Kontakt nicht bestätigt. Penetranz wäre kontraproduktiv.
Auf Facebook ist eine Freundschaftsanfrage an den Personaler übrigens ein No-Go. Nutzen Sie das Profil höchstens dazu, auf Recruiting-Seiten der Unternehmen Fragen zu stellen. Straucheln Sie dabei nicht über Ihre Privatsphären-Einstellungen. Nicht nur die Partyfotos vom Wochenende können verräterisch sein. Auch Ihr Interesse für bestimmte Seiten oder Kommentare unter Beiträgen anderer User können zum Bumerang werden.

 

* Im vorliegenden Text wird durchgängig die männliche Form benutzt. Im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes sind diese Bezeichnungen als nicht geschlechtsspezifisch zu betrachten.